Nachsorge und Transfer

In einer Studie an Patienten einer psychosomatischen Rehabilitationsklinik wurde die Vor- und Nachbehandlung der Patienten untersucht. 75,4% der Patienten waren vor Aufnahme bereits in einer fachärztlichen Behandlung und 31,3% in einer Richtlinienpsychotherapie. Die Dauer der Rehabilitation war bei nervenärztlich und kombiniert nervenärztlich vorbehandelten Patienten signifikant länger. In diesen beiden Patientengruppen konzentrierten sich Risiken wie Langzeitarbeitslosigkeit und fehlendes soziales Netzwerk. Es fanden sich keine Unterschiede hinsichtlich der Änderungen im Beschwerdegrad nach der SCL 90R, des Erfolgsratings durch die Behandelnden oder der Erwerbsfähigkeit bei Entlassung in Abhängigkeit von der Art der Vorbehandlung. Patienten, die zuvor beim Hausarzt, Nervenarzt oder Richtlinienpsychotherapeuten waren, werden nach Ende der stationären Rehabilitation auch wieder dorthin verwiesen. Bei einer Reihe von Patienten, speziell mit ausschließlich hausärztlicher Vorbehandlung, erfolgen neue Weichenstellungen und Behandlungsoptimierungen. Die Daten zeigen, dass eine stationäre Rehabilitation sich in ein inhaltlich und zeitlich übergreifendes Behandlungskonzept integrieren muss.

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