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Psychosomatische Medizin

Unter internationaler und wissenschaftlicher Perspektive steht der Begriff „Psychosomatische Medizin“ für eine ganzheitliche bio-psycho-soziale Betrachtung und Behandlung von Krankheiten und kranken Menschen, so wie es beispielsweise der Internationalen Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit (ICF) der Weltgesundheitsorganisation als Konzept zugrunde gelegt ist.

 

In Deutschland gibt es darüber hinaus den „Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie“. In Abgrenzung beziehungsweise Ergänzung zum Arzt für Psychiatrie und Psychotherapie sind die Arbeitsschwerpunkte die Prävention, Erkennung, Behandlung und Rehabilitation psychosomatischer Erkrankungen, worunter nach der Weiterbildungsordnung der Ärztekammern vor allem psychische Störungen außerhalb der Psychoseerkrankungen verstanden werden oder auch somatische Erkrankungen, die einer psychosomatischen Behandlung bedürfen. Ein besonderer Kompetenzschwerpunkt liegt in der Durchführung psychotherapeutischer Behandlungen, zusätzlich zu Pharmakotherapie, somatischer Therapie und Soziotherapie.

 

 

Medizinische Rehabilitation
Die medizinische Rehabilitation hat nach §2 und § 26 des Sozialgesetzbuches IX die Aufgabe, Gesundheitsstörungen, die absehbar länger als sechs Monate andauern, d.h. chronifizierende Erkrankungen, die zugleich mit sog. Teilhabestörungen einhergehen, zu diagnostizieren und zu behandeln, unter Einsatz von Somato-, Pharmako-, Psychotherapie oder von Heil- und Hilfsmitteln. Chronische Erkrankungen stellen die Hauptlast für das Gesundheitswesen dar.

 

 

Forschungsgruppe Psychosomatische Rehabilitation (FPR)

Die FPR ist eine Forschungseinrichtung an der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Psychosomatik der Charité in Kooperation mit der der Abteilung für psychische und psychosomatische Erkrankungen am Rehabilitationszentrum Seehof der Deutschen Rentenversicherung, Teltow/Berlin und dem Institut für Verhaltenstherapie Berlin (IVB).

Aufgabe der FPR ist die Durchführung von Forschungsprojekten zu Fragen der Art, der Verlaufscharakteristika, Klassifikation, Diagnostik, Prävention und Therapie von psychischen Langzeiterkrankungen, sowie ihrer sozialen Auswirkungen und Möglichkeiten der sozialen Integration der betroffenen Menschen.

Dies erfolgt in Kooperation mit ambulant tätigen Ärzten und Psychotherapeuten, Rehabilitationskliniken und sonstigen medizinischen Einrichtungen, Arbeitsmedizinern und -psychologen sowie Sozialversicherungen.

 

Es besteht eine Anbindung an den Rehabilitationswissenschaftlichen Verbund Berlin-Brandenburg-Sachsen (BBS).

 

Prof. Dr. Matthias Rose, Prof. Dr. Volker Köllner & Prof. Dr. Michael Linden